Auch Helden fangen klein an

Willst du ein Held sein? Der Weg dahin, der klingt immer sehr schwer und steinig. Doch wie steht Jesus dazu?

Wer kennt sie nicht? Filme mit einer Heldenfigur und einem oder gleich mehreren bösen Widersachern. Als Zuschauer ist schnell klar auf wessen Seite man steht. Nicht nur im Film, sondern auch im echten Leben wollen wir auf der guten Seite stehen. Wer will schon der Bösewicht sein? Und doch ist es nicht so einfach das Gute vom Bösen und das Richtige vom Falschen zu unterscheiden. Auch Helden in Sagen, Märchen und Filmen müssen die grundlegenden Dinge lernen, um ihrer Rolle gerecht zu werden. Dabei erleben auch sie manchmal herbe Rückschläge.

Den größten Kampf, den ein Held auszutragen hat, ist der mit sich selbst. Erst wenn der Held sich selbst kennt und seine Stärken und Schwächen richtig einschätzt kann er seinen Auftrag erfüllen.

Am kommenden Sonntag hören wir wie Mose am Anfang seines Auftrags steht. Er begegnet Gott im brennenden Dornbusch, als er die Schafe seines Schwiegervaters hütet. In dieser Begegnung wird ihm bewusst, wie schwach und klein er ist. Gott aber sieht in ihm schon alle Fähigkeiten, um Israel aus Ägypten herauszuführen.

Schwarz-weiß-denken ist nicht

Mose erkennt in der Größe Gottes seine eigene menschliche Unvollkommenheit. Die Menschen zur Zeit von Mose und später auch von Jesus nahmen an, wer sündigt und Fehler begeht ist schlecht und wird bestraft.

Im Gespräch mit den Leuten von Galiläa muss Jesus die Sicht der Leute erst einmal von falschen Vorstellungen reinigen. Wer sündigt ist kein schlechter Mensch und umgekehrt ist der, der Gutes tut, nicht automatisch ein guter Mensch. Niemand ist besser oder schlechter als der andere.

Gott ist barmherzig und liebt alle Menschen gleich. Er gibt uns Zeit, damit wir zu dem werden, wozu wir berufen sind. Rückschläge, egal ob selbst- oder fremdverschuldet sind keine Strafe. Jesus lädt uns ein hinter diese Ereignisse in unserem Leben zu schauen. Sie können uns im Licht des Glaubens betrachtet Wege zur größeren Freiheit und Liebe aufzeigen.

 

Fr. Michael Klee OMI

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